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Mängelliste an Schulen sorgt für Diskussion

Der Schulstandort Ibbenbüren wird immer als gut bezeichnet – doch hinter den Kulissen wächst offenbar der Druck. Im Schul- und Sportausschuss berichtet der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft Ibbenbüren, Sven Mutert, von maroden Klassenräumen, technischen Mängeln und unzureichender Reinigung. Auf eine Antwort der Stadt habe man acht Monate warten müssen. Die CDU fordert nun Aufklärung über den Sanierungsstau, während die Verwaltung die Kritik zurückweist.

Andre Dieckmann als sachkundiger Bürger für die CDU bezog sich auf ein gemeinsames Treffen aller Fraktionen mit der Stadtschulpflegschaft am 19. Februar 2026, wo es ein interessantes und sehr informatives Gespräch gegeben habe.

So gebe es dringende Malerarbeiten in vielen Klassenräumen, aber es gebe nur einen angestellten Maler für alle Schulen, berichtete Dieckmann. Die naturwissenschaftlichen Räume einiger weiterführender Schulen müssten im Rahmen der Ausstattung, Zulassungen und technischen Funktionen dringend überprüft werden, da einige Klassenräume aufgrund dessen wohl nicht nutzbar seien.
Kritik an Toilettenanlagen

Manche Heizkörper in den Schulen seien offenbar teilweise schwierig oder gar nicht zu regulieren. Das sei nicht vereinbar im Zusammenhang mit Energiesparen. Es gebe einen „großen Sanierungsstau an Fenstern und Fassaden“. Und Dieckmann fragte die Verwaltung: „Ist es richtig, dass einzelne Räume nicht genutzt werden können, da aktuelle Brandschutzvorgaben nicht erfüllt sind?“

Zudem seien die Toilettenanlagen an vielen Schulen offenbar extrem veraltet und geruchsintensiv. Mülleimer in den Toilettenanlagen seien augenscheinlich überfüllt, würden stinken und aus Sicht der Schulgemeinschaften nicht häufig genug entleert.

Dieckmann: „Wir reden in Ibbenbüren immer und an einigen Stellen auch zu Recht vom guten Schulstandort Ibbenbüren. Was sich jedoch in den letzten Jahren in den Schulen in Bezug auf Sauberkeit und Sanierungsstau entwickelt hat, ist so aus meiner Sicht nicht hinnehmbar.“
Dauerte Beantwortung acht Monate?

Zudem habe die Stadtschulpflegschaft am 5. Mai 2025 insgesamt fünf Fragen an die Stadtverwaltung geschickt, und zwar zu den Themen: Sanierungsmaßnahmen an städtischen Schulen, Sanierungsplan und Priorisierung, Reinigungsintensität und -frequenz, Organisation durch Hausmeister sowie Brandschutz- und Evakuierungskonzepte.

Beantwortet, so Dieckmann, wurden die Fragen erst acht Monate später. „Wie kann es sein, dass die Verwaltung für eine Beantwortung so lange Zeit benötigt? Es ist nicht mein Anliegen, hier heute etwas schlecht zu reden, aber wir müssen als Fraktionen transparent erfahren, wo es einen Sanierungs- oder Reparaturstau an den Ibbenbürener Schulen gibt. Und wie wir die Schulen weiter auf Vordermann bringen können.“

Sven Mutert von der Schulelternpflegschaft konkretisierte in der Sitzung beispielsweise, seinen Informationen zufolge seien die Laufkarten für die Standorte der Rauchmelder am Kepler-Gymnasium nicht mehr aktuell gewesen. Brigitte Janz, Dezernentin der Stadt, trat dem vehement entgegen. „Es gibt keine Probleme am Kepler.“

Janz kritisierte, dass die Beschwerden im Rahmen der „Anfragen und Mitteilungen“ der Tagesordnung vorgetragen würden. Sie betonte zudem, die Fragen zum Facility-Management seien ihrer Kenntnis nach beantwortet worden. Zur Frage des Zustands der Schulen hinsichtlich Reinigung und Sauberkeit wies sie darauf hin, dass das nicht nur Sache des Schulträgers sei. Häufiger habe die Stadt Beispiele gezeigt, wo selbst neue und sanierte Bereiche aufgrund des Umgangs innerhalb kürzester Zeit wieder problematisch gewesen seien. Sie könne die Vorwürfe nicht so stehen lassen. Zudem konnte man merken, dass sich Janz über die Form und den Ort der Kritik ärgerte: „Da müssen wir anders ins Gespräch kommen.“

Eben so ein Gespräch hätten sie den Zuständigen mehrfach angeboten, konterte Mutert - da habe es keine Reaktion gegeben. Er wisse sehr genau, was besprochen worden sei. Sie hätten eben keinen anderen Weg gesehen.